Die Faszination durch das Wort öffnet Wege zu Erfahrung und Sinnfindung -

ein Text, der die Philosophie von Maria Anna Leenen treffend umreißt.

1956 geboren bringt sie als Autorin seit über 16 Jahren ihre Erfahrungen mit dem WORT ins Wort.
(vgl. Apg. 4,20)

Dicht und lebendig in der Formulierung versteht sie es, in vielfältiger Form und unterschiedlichem Genre geistliches Leben anschaulich, ja anziehend zu vermitteln. Lassen Sie sich überraschen.


Maria Anna Leenen persönlich:

Wörter, Sprache, vor allem aber das geschriebene Wort übt, seit ich denken kann, eine große Anziehungskraft auf mich aus. Erinnerungen aus der Kindheit bringen dies ins Bild: Ich sitze im Wohnzimmer - es wird etwa Herbst 1961 gewesen sein, ich war fünf Jahre alt -, hinter mir im Sessel steckt die rote Kinderlaterne, vor mir liegt ein großes Buch, in dem ich 'lese'. Oder die verzauberten Nächte (mit Papas Taschenlampe unter der Bettdecke!), in denen ich nicht nur ein Buch las, sondern regelrecht in ihm verschwand. Prägende Kindheitserfahrungen!

Und dann kam das Jahr 1985.
Da, knapp 30-jährig, geschah der fundamentale Umbruch. Bis zu diesem Zeitpunkt war Sprache, war das Wort ein Medium für Information, Unterhaltung und, wenn ich Lust hatte, bot es mir eine Art von sittlichem Werte-Gerüst. Während eines Projektes in Südamerika fehlte mir plötzlich ein wesentlicher Teil dieses Mediums; ich hatte schlichtweg nichts mehr zu lesen. Da fiel mir ein Buch über religiöse Phänomene, über Marienerscheinungen in die Hand. Eine Form von Literatur, die ich früher freiwillig wohl nie gelesen hätte. Irgendwo dort stand der Satz: Jesus Christus ist das Wort; er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Die vier Sekunden, die ich brauchte, um den Satz zu lesen, haben blitzartig mein Leben von Grund auf verändert. Die vier Sekunden rissen eine Mauer nieder. Der Satz öffnete Wege zu Bereichen in mir und in der Welt, von denen ich früher nicht einmal den Hauch einer Ahnung hatte. Allenfalls eine Sehnsucht.

So wurde das WORT zum Weg, das Buch der Bücher, die Bibel, die Heilige Schrift zum Wegweiser in ein Leben in Fülle. Diese umwandelnde, ja umwerfende Erfahrung drängt bis heute danach wiederum ins Wort gebracht zu werden.
Darum schreibe ich.

Und meine Hoffnung ist, dass in allen meinen Texten, ob Lyrik oder Kinderbuch, Meditation oder Essay ein Hauch dieser Erfahrung durchschimmert, herausfunkelt, aufglüht und die Botschaft weitergibt. Bis zu Ihnen.

Pax et Bonum.
Maria Anna Leenen